Google ist groß. Google hat viele Projekte. Google ist so ziemlich überall vertreten, wo man im Internetsektor vertreten sein kann. So ist es auch eher verwunderlich, dass die Firma den Markt der Ingame-Werbung bislang fast unangetastet gelassen hat. Zwar kaufte Google 2007 die auf Spielewerbung spezialisierte Firma Adscape für 23 Millionen Dollar, danach wurde es aber still um Googles Werbepläne. Nun scheint dem Suchmaschinenriesen aufzufallen zu sein, dass hier bislang ein Trend verschlafen wurde.
Insider berichten jetzt auf VentureBeat.com, dass die Firma bereits seit Monaten an einer neuen Technologie für die Einbindung von Werbung in Spielen arbeitet. Angeblich soll diese Methode sogar so gut wie fertig sein. Laut den Insidern könne beispielsweise ein Charakter aus einem beliebigen Spiel die Werbung anmoderieren - “And now, a word from our sponsor”. Es handelt sich dabei um Videowerbung, wohlgemerkt, die zum Beispiel vor einer Zwischensequenz abgespielt wird. Die Technologie funktioniere laut dem Bericht bei Venturebeat.com bei allen Konsolen- und PC-Titeln, aber auch bei Browsergames und sogar Handyspielen. Warum aber ist Google immer noch in der Entwicklung, und kämpft nicht schon längst um das letzte Stück vom Werbekuchen?
Dafür gibt es mehrere Gründe. So ist beispielsweise der Markt bereits weitgehend aufgeteilt. Schwergewichte wie IGA Worldwide, Double Fusion oder Massive von Microsoft sind schon seit langem dabei und verfügen zudem über wesentlich mehr Erfahrung. Electronic Arts arbeitet mit IGA, auf der XBOX360 wird über Massiv geworben. Und ohne die Gunst von Microsoft und Sony geht auf deren Konsolen sowieso wenig. Von den großen Publishern sind nur noch zwei ohne Exklusivpartnerschaften - allerdings sind dies immerhin Nintendo und Activision-Blizzard. Google muss sich also beeilen. Denn der Markt sieht vielversprechend aus. Die Analysten der Yankee Group sagen immerhin ein Marktpotential von 971,3 Millionen Dollar im Jahr 2011 voraus. Die Branche boomt also, und Google wäre nicht Google, wenn sie nicht auch hier mitmischen würden. [via VentureBeat.com]










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