Google stellt Lively ein

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Da ist es noch gar nicht solange her, dass wir über den Start von Lively berichtet haben. Und vor noch kürzerer Zeit haben wir darüber geschrieben, dass Google das Projekt deutlich für Fremdentwickler öffnen will. Jetzt ist dies wohl alles hinfällig: Einigermaßen überraschend stellt Google Lively zum Ende des Jahres komplett ein:

“In July we launched Lively in Google Labs because we wanted users to be able to interact with their friends and express themselves online in new ways. Google has always been supportive of this kind of experimentation because we believe it’s the best way to create groundbreaking products that make a difference to people’s lives. But we’ve also always accepted that when you take these kinds of risks not every bet is going to pay off.”

Der komplette Text ist im Google Blog zu finden. Ich bin jetzt gespannt auf die Analysen, die mit Sicherheit ausführlich das “Warum” auseinandernehmen werden. [via Google]

IGA Worldwide: 30 Millionen User

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Logo, Copyright IGA Worldwide, von radialnetwork.com

Die Firma IGA Worldwide hat sich als eine der bisher wenigen Firmen auf Ingame-Werbung spezialisiert. Nach eigenen Aussagen ist sie dabei auch erfolgreich - sehr erfolgreich. IGA hat kürzlich nämlich bekanntgemacht, mehr als 30 Millionen unique User erreicht zu haben. Das ist in diesem doch noch jungen Werbesegment eine beachtliche Zahl und ein eindeutiges Indiz dafür, wie schnell sich die Werbeindustrie auf dieses neue Feld stürzt. Gleichzeitig werden die unterstützenden Programme immer besser: IGA hat beispielsweise eine neue Software herausgebracht, die Werbetreibende wesentlich besser als bisher unterstützen soll. Peter Sispoidis, Chief technology officer von IGA, sagt dazu:

“IGA Worldwide’s intention is to make the process of incorporating dynamic in-game ads into relevant games as streamlined as possible[...]. “The new Software Development Kit is a major step in the right direction, as it aids all parties involved in placing in-game ads, from the game developers to the media buyers.”

Ich bin gespannt, wie sich eine immer weiter forschreitende Professionalisierung auf das Spielerlebnis auswirken wird. Im Idealfall profitieren ja schließlich beide Seiten davon. [via GameIndustry.biz]

McWorld

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Auch McDonalds versucht im wachsenden Markt der virtuellen Welten für Kinder mitzuhalten. Dafür steht bei der Firma eine Neuauflage der Seite HappyMeal.com an. Virtual Worlds News schrieb vor zwei Monaten dazu:

“McDonald’s is apparently in the process of soft-launching a virtual world to take over HappyMeal.com. It’s not clear how old the world is, but the contest is still open for kids to pick the virtual world’s name–and, according to the intro video, new games, lands, events, etc., to build the world from the ground up based on videos.. So I’m guessing the transition is pretty new, possibly even just from last week. There is already an eye toward real-world integration: entering a code from actual Happy Meal boxes and bags as well as McDonald’s milk cartons and Apple Dipper bags will let users unlock exclusive items in the Flash-based virtual world.”

Screenshot, Copyright VWN

Heute weiß man mehr. Zum Beispiel den Namen. Und der ist, tatsächlich: McWorld. Okay, der Name ist definitiv nicht besonders kreativ. Aber gut, er ist immerhin passend. Das Konzept der Seite scheint sich nicht besonders von anderen Kinder-Communitys abzuheben. Nutzer können Avatare erstellen, ein Baumhaus beziehen, Items erwerben, Spiele spielen, chatten… Allerdings hat McDonalds natürlich eine starke Marke, und mit den Bonus-Codes auf ihren Produkten interessante Möglichkeiten (auch wenn das Konzept etwas an die Magic-Codes aus den Überraschungseiern erinnert). Zudem können die User über bestimmte Veränderungen der Welt abstimmen, beispielsweise über neue Areale. Die Seite selbst ist sehr bunt gehalten und dürfte wirklich nur Kinder ansprechen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Community und das Konzept im Markt schlägt. [via MindBlizzard]

Screenshot, Copyright VWN

Second Life Redesign?

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Heute hat Mark Kingdon, seit vier Monaten CEO von Linden Lab, den Entwicklern von Second Life, einen interessanten Post im offiziellen SL Blog veröffentlicht. Darin geht er unter anderem auf die Zukunft und das Design der virtuellen Welt ein:

“First Hour Experience: Shortly after I started, we kicked off a project to reinvent what we call the “first hour experience” (our web experience, the viewer, and the way we acclimate and acculturate users inworld) for new users. We’ve made great progress and will be working with an award-winning interactive design firm to help us complete the reinvention and bring it to life. Yes, we are creating a viewer that is new user friendly! Stay tuned for updates.”

Ein neues Design wäre wohl auch bitter nötig, denn das Interface von SL ist nicht unbedingt das, was man unter intuitiv verstehen würde. Es gibt zwar noch keine offizielle Aussage, wer denn diese “award-winning interactive firm” tatsächlich ist, Gerüchten zufolge könnte es sich allerdings um die Firma Vectorform handeln, mit denen Linden Lab bereits seit April zusammenarbeitet. Mehr Spekulationen und Thesen gibt es bei MindBlizzard zu lesen. Hoffen wir, dass SL tatsächlich bald ein neues, moderneres und vor allem leichter zu bedienendes Outfit erhält. [via MindBlizzard]

Twinity

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Die Firma Metaversum ist die Schöpferin der virtuellen Welt Twinity. Wie in MMOs wie Second Life können sich User auch hier Wohnungen oder gleich ganze Häuser kaufen oder mieten. Diese können dann, natürlich gegen weiteres Geld, im Online-Shop der Firma individuell gestaltet werden. Im Gegensatz zu SL versucht Twinity jedoch, real existierende Metropolen so genau wie möglich nachzubilden. Die erste Stadt war Berlin, im Laufe des Jahres sollen London und Singapur folgen.

Die “Spiegelung” der realen Städte als virtuelle Abbilder ist durchaus sehr interessant, gerade für Werbetreibende. Denn die Verknüpfung beispielsweise zwischen real existierenden Läden und ihren virtuellen Abbildern erscheint wesentlich erfolgsversprechender als die komplett fiktionale Welt eines SL. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass sich User interessiert zeigen, “ihre” Stadt virtuell zu betrachten und sie zu verändern. Das Konzept von Metaversum könnte also aufgehen, zudem man sagen muss: Twinity sieht wirklich gut aus. [via AsiaOne]

vgSummit 2008

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Endlich wurde der diesjährige Virtual Goods Summit angekündigt. Stattfinden wird die Konferenz am 10. Oktober in San Francisco. Die Konferenz beschäftigt sich hauptsächlich mit virtuellen Gütern und deren Wirtschaftskreisläufen. Dieses Jahr wird zudem der Horizont erweitert, denn längst sind virtuelle Waren nicht mehr nur auf Online-Games beschränkt, sondern sind auch in Social Networks etc. zu finden. Die Themen sind dabei ebenso vielfältig wie interessant, unter anderem werden diskutiert:

  • What Users Want - Branded and User-Generated virtual Goods
  • Making Virtual Economies Work
  • Virtual Goods and Social Networks

Sprecher und Teilnehmer der Panels sind bisher beispielsweise Karl Mehta von Playspan, Amy Jo Kim von Shufflebrain, David Perry von Acclaim, Cary Rosenzweig von IMVU, Daniel James von Three Rings, Paul Thind von Habbo und Gene Hoffmann von Vindicia. Die Organisatoren sagen zu ihrer Veranstaltung:

“This year’s conference will bring together leading entrepreneurs, venture capitalists, technologists, and industry participants to spend the day discussing the present and future of this exciting new space. We encourage you to join us at this year’s event and participate in what promises to be a lively conversation.”

Die Teilnehmer und Themen klingen also durchaus lohnenswert. Auch wenn San Francisco vielleicht etwas zu weit weg liegt, um für eine Ein-Tages-Konferenz extra anzureisen, kann man hoffen, dass es die Ergebnisse im Anschluss zumindest in Teilen auch im Netz zu lesen gibt. [via WorldsInMotion]


Google Lively wird offener

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Lively

Nach einem Bericht von GameIndustry.biz von der Austin GDC hat Google mehrere interessante Vorhaben mit Lively. Als wichtigster Punkt soll die 3D-Welt demnächst endlich für alle Entwickler geöffnet werden. Dies ist natürlich besonders für Spiele-Entwickler interessant, denen Lively so eine ganz neue Plattform bieten könnte. Wie Kreativdirektor Kevin Hanna sagte, soll Lively sich mehr öffnen: Das heißt, dass sich bald neben Google-Anwendungen wie YouTube auch Gadgets anderer Entwickler einbinden lassen können. So könnten sich nach Hanna beispielsweise zwei User beim Spielen an einem virtuellen Spielautomaten gegenseitig über die Schulter schauen. Ein weiteres interessantes Feature in diesem Kontext ist der Gedanke von Google, die API von Lively sogar soweit zu öffnen, dass ein Entwickler (oder sogar ein ganz normaler Nutzer) komplette Spiele in 3D bauen kann - ausschließlich durch Lively. Dieses Feature sei auch fest eingeplant.

Eine der wichtigsten Fragen, die sich nun natürlich stellt, ist die der Bezahlung. Nach Hanna plant Google keinesfalls ein eigenes Bezahlsystem mit virtueller Währung oder ähnlichem, will aber dennoch ein Peer-to-Peer System für die User erstellen, um den Kauf und Verkauf von Content zu ermöglichen. Für die Zukunft erhofft sich Hanna, dass Lively so unsichtbar wie Flash oder Html wird und damit zu einem Grundbaustein des Internets: “Google has already been in 3D world space, if you think of like Google Earth - a tool a lot of us use every day. [...] “Google in 3D space and online space is here to stay as much as any online company.” [via GameIndustry.biz]

MMO und Psychologie

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Im Internet sollte man immer auf seltsame Momente gefasst sein. Dies gilt umso mehr für MMOs oder Foren. Die Anonymität des Netzes lädt quasi dazu ein, sich gehen zu lassen, weit mehr, als man es im realen Leben tun würde. Aber warum ist das so? Eine Gruppe aus Community Managern diverser Firmen hat sich auf der AGDC (Austin Game Developers Conference) mit Psychologen der Universität von Texas zusammengetan, um dieses Phänomen zu diskutieren. Im Laufe der Diskussion wurden mehrere Szenarien dargestellt und analysiert.

Beispielhaft wäre das “Münchausen im Internet”, bei dem ein User eine Krankheit oder sogar den eigenen Tod vortäuscht. Warum genau er dies tut und ob es nur ein Aufschrei nach Aufmerksamkeit ist, kommentiert der Psychologe Dr. Gosling erstaunlich ehrlich mit: “The truth is, we don’t really know.”

Troy Hewitt von Flying Lamb Software sagt dazu weiter: [...] “You are going to deal with folks who are ill or really do pass… there are folks who will for their own reasons fake their own death. [...] All of us as community managers have dealt with these issues in the past.”

Bei Gamsutra gibt es eine sehr gute Zusammenfassung der Ergebnisse und der verschiedenen Szenarien. Dabei stellen sie nicht nur die häufigsten Probleme vor, sondern gehen auch auf mögliche Lösungsansätze ein. Für alle Interessierten auf jeden Fall einen Klick wert. [via Gamasutra]

Virtual Greats

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Logo

Die Firma Virtual Greats hat eine durchaus interessante Geschäftsidee: Sie kooperiert mit realen Prominenten und vermarktet das Aussehen, die Gesten, die Frisuren, kurz, alles was die Berühmtheit berühmt macht, in Online-Welten. Das heißt also, dass jeder User sich beispielsweise eine Elvis-Frisur, Justin Timberlakes Tänze oder Snoop Doogs coole Gesten kaufen und sogar kombinieren kann. Die Firma selbst drückt ihr Vorhaben so aus:

“Virtual Greats is the first company to create a platform to bring high-value, copyrighted material into this market. We are the world’s leading virtual goods sales and distribution system, connecting celebrities, artists and content creators with a new generation of fans through the online trade of likenesses, fashion, catchphrases, and other virtual representations of real-world talent.”

Nachdem die Firma bereits in Gaia Online aktiv war, kommt jetzt eine der bekanntesten Avatar Communitys, WeeWorld, hinzu. Das Konzept von Virtual Greats könnte also tatsächlich aufgehen. Denn obwohl virtuelle Güter und der Handel damit längst an der Tagesordnung vieler Menschen stehen, fehlte bisher tatsächlich ein legaler Mittler zwischen bekannten Künstlern und ihren Merkmalen. Jetzt muss sich zeigen, ob die User diesen auch annehmen, oder ob sie weiterhin auf selbstkreeierte Items setzen. [via WorldsInMotion]

Kinder lieben virtuelle Welten

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Times Online hat die neuesten Zahlen von Nielsen zum Nutzungsverhalten von Kindern und Online-Welten in Großbritannien veröffentlicht. Gewertet wurden dabei einmal die Kinder unter 12 Jahren und einmal Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Wenig überraschend: Britische Kinder lieben virtuelle Welten. Stardoll.com hat erst letzte Woche die magische Grenze von insgesamt 20 Millionen Nutzern geknackt. Eine gigantische Zahl und ein weiterer Beweis dafür, dass virtuelle Welten auf dem Vormarsch sind, und das bei allen Altersklassen und Zielgruppen.

Die Zahlen der ersten drei Online-Welten, gemessen in Marktanteilen, im Detail:

Unter 12 Jahren:

Stardoll.com: 32%

Club Penguin: 29%

Nick: 25%

Von 12-17 Jahren

Frengo: 26%

Runescape: 25%

Bebo: 19%

[via VWF.com]

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