Steuern auf virtuelle Güter

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Spätestens jetzt scheinen virtuelle Güter endgültig im Bewustsein der Industrie angekommen zu sein. Zumindest in China. Denn dort soll eine Steuer auf den Gewinn mit virtuellem Geld und Gütern eingeführt werden - und zwar immerhin 20%. Die Steuer soll speziell auf den Handel mit virtuellen Gütern ausgerichtet sein, die mit der Intention gekauft werden, später für einen höheren Preis verkauft zu werden. Beispiele wären also Gold- und Account Seller.

Wenig überraschend: Nach einem Bericht des Wall Street Journal waren bei einer Umfrage der Seite Sina.com über 70% von 3000 Befragten gegen die Einführung der Steuer.

“Many game players are classmates or friends in real life, thus most of them won’t have credentials when trading virtual money,” says blogger Ruan Zhanjian. “It’s difficult to prove the original value of virtual currency, though.”

So z.B. der Blogger Ruan Zhanjiang über eines der vielen Probleme, die diese Steuer mitbringen könnte. Ob sie also wirklich sinnvoll ist, ist demnach durchaus streitbar. Auf der einen Seite wird argumentiert, dass sie mehr Schutz vor Online-Diebstahl, mehr Fairness und natürlich saftige Gewinne (natürlich nicht für die Spieler) bringt. Andererseits, wie Zhanjiang schon anmerkte, ist zum Beispiel der Ursprung virtueller Güter schwierig nachzuweisen.

Aber wie auch immer - die Steuer zeigt definitiv, dass der Handel in MMOs und anderen Online-Welten kein Kleinkram mehr ist, sondern eine ernstzunehmende Entwicklung. Wie sich die Einführung in China aber wirklich auswirken wird, bleibt spannend zu beobachten. [via Gamasutra]

IGA Worldwide: 30 Millionen User

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Logo, Copyright IGA Worldwide, von radialnetwork.com

Die Firma IGA Worldwide hat sich als eine der bisher wenigen Firmen auf Ingame-Werbung spezialisiert. Nach eigenen Aussagen ist sie dabei auch erfolgreich - sehr erfolgreich. IGA hat kürzlich nämlich bekanntgemacht, mehr als 30 Millionen unique User erreicht zu haben. Das ist in diesem doch noch jungen Werbesegment eine beachtliche Zahl und ein eindeutiges Indiz dafür, wie schnell sich die Werbeindustrie auf dieses neue Feld stürzt. Gleichzeitig werden die unterstützenden Programme immer besser: IGA hat beispielsweise eine neue Software herausgebracht, die Werbetreibende wesentlich besser als bisher unterstützen soll. Peter Sispoidis, Chief technology officer von IGA, sagt dazu:

“IGA Worldwide’s intention is to make the process of incorporating dynamic in-game ads into relevant games as streamlined as possible[...]. “The new Software Development Kit is a major step in the right direction, as it aids all parties involved in placing in-game ads, from the game developers to the media buyers.”

Ich bin gespannt, wie sich eine immer weiter forschreitende Professionalisierung auf das Spielerlebnis auswirken wird. Im Idealfall profitieren ja schließlich beide Seiten davon. [via GameIndustry.biz]

Twinity

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Die Firma Metaversum ist die Schöpferin der virtuellen Welt Twinity. Wie in MMOs wie Second Life können sich User auch hier Wohnungen oder gleich ganze Häuser kaufen oder mieten. Diese können dann, natürlich gegen weiteres Geld, im Online-Shop der Firma individuell gestaltet werden. Im Gegensatz zu SL versucht Twinity jedoch, real existierende Metropolen so genau wie möglich nachzubilden. Die erste Stadt war Berlin, im Laufe des Jahres sollen London und Singapur folgen.

Die “Spiegelung” der realen Städte als virtuelle Abbilder ist durchaus sehr interessant, gerade für Werbetreibende. Denn die Verknüpfung beispielsweise zwischen real existierenden Läden und ihren virtuellen Abbildern erscheint wesentlich erfolgsversprechender als die komplett fiktionale Welt eines SL. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass sich User interessiert zeigen, “ihre” Stadt virtuell zu betrachten und sie zu verändern. Das Konzept von Metaversum könnte also aufgehen, zudem man sagen muss: Twinity sieht wirklich gut aus. [via AsiaOne]

vgSummit 2008

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Endlich wurde der diesjährige Virtual Goods Summit angekündigt. Stattfinden wird die Konferenz am 10. Oktober in San Francisco. Die Konferenz beschäftigt sich hauptsächlich mit virtuellen Gütern und deren Wirtschaftskreisläufen. Dieses Jahr wird zudem der Horizont erweitert, denn längst sind virtuelle Waren nicht mehr nur auf Online-Games beschränkt, sondern sind auch in Social Networks etc. zu finden. Die Themen sind dabei ebenso vielfältig wie interessant, unter anderem werden diskutiert:

  • What Users Want - Branded and User-Generated virtual Goods
  • Making Virtual Economies Work
  • Virtual Goods and Social Networks

Sprecher und Teilnehmer der Panels sind bisher beispielsweise Karl Mehta von Playspan, Amy Jo Kim von Shufflebrain, David Perry von Acclaim, Cary Rosenzweig von IMVU, Daniel James von Three Rings, Paul Thind von Habbo und Gene Hoffmann von Vindicia. Die Organisatoren sagen zu ihrer Veranstaltung:

“This year’s conference will bring together leading entrepreneurs, venture capitalists, technologists, and industry participants to spend the day discussing the present and future of this exciting new space. We encourage you to join us at this year’s event and participate in what promises to be a lively conversation.”

Die Teilnehmer und Themen klingen also durchaus lohnenswert. Auch wenn San Francisco vielleicht etwas zu weit weg liegt, um für eine Ein-Tages-Konferenz extra anzureisen, kann man hoffen, dass es die Ergebnisse im Anschluss zumindest in Teilen auch im Netz zu lesen gibt. [via WorldsInMotion]


Virtual Greats

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Die Firma Virtual Greats hat eine durchaus interessante Geschäftsidee: Sie kooperiert mit realen Prominenten und vermarktet das Aussehen, die Gesten, die Frisuren, kurz, alles was die Berühmtheit berühmt macht, in Online-Welten. Das heißt also, dass jeder User sich beispielsweise eine Elvis-Frisur, Justin Timberlakes Tänze oder Snoop Doogs coole Gesten kaufen und sogar kombinieren kann. Die Firma selbst drückt ihr Vorhaben so aus:

“Virtual Greats is the first company to create a platform to bring high-value, copyrighted material into this market. We are the world’s leading virtual goods sales and distribution system, connecting celebrities, artists and content creators with a new generation of fans through the online trade of likenesses, fashion, catchphrases, and other virtual representations of real-world talent.”

Nachdem die Firma bereits in Gaia Online aktiv war, kommt jetzt eine der bekanntesten Avatar Communitys, WeeWorld, hinzu. Das Konzept von Virtual Greats könnte also tatsächlich aufgehen. Denn obwohl virtuelle Güter und der Handel damit längst an der Tagesordnung vieler Menschen stehen, fehlte bisher tatsächlich ein legaler Mittler zwischen bekannten Künstlern und ihren Merkmalen. Jetzt muss sich zeigen, ob die User diesen auch annehmen, oder ob sie weiterhin auf selbstkreeierte Items setzen. [via WorldsInMotion]

Google und Ingame-Werbung

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Google ist groß. Google hat viele Projekte. Google ist so ziemlich überall vertreten, wo man im Internetsektor vertreten sein kann. So ist es auch eher verwunderlich, dass die Firma den Markt der Ingame-Werbung bislang fast unangetastet gelassen hat. Zwar kaufte Google 2007 die auf Spielewerbung spezialisierte Firma Adscape für 23 Millionen Dollar, danach wurde es aber still um Googles Werbepläne. Nun scheint dem Suchmaschinenriesen aufzufallen zu sein, dass hier bislang ein Trend verschlafen wurde.

Insider berichten jetzt auf VentureBeat.com, dass die Firma bereits seit Monaten an einer neuen Technologie für die Einbindung von Werbung in Spielen arbeitet. Angeblich soll diese Methode sogar so gut wie fertig sein. Laut den Insidern könne beispielsweise ein Charakter aus einem beliebigen Spiel die Werbung anmoderieren - “And now, a word from our sponsor”. Es handelt sich dabei um Videowerbung, wohlgemerkt, die zum Beispiel vor einer Zwischensequenz abgespielt wird. Die Technologie funktioniere laut dem Bericht bei Venturebeat.com bei allen Konsolen- und PC-Titeln, aber auch bei Browsergames und sogar Handyspielen. Warum aber ist Google immer noch in der Entwicklung, und kämpft nicht schon längst um das letzte Stück vom Werbekuchen?

Dafür gibt es mehrere Gründe. So ist beispielsweise der Markt bereits weitgehend aufgeteilt. Schwergewichte wie IGA Worldwide, Double Fusion oder Massive von Microsoft sind schon seit langem dabei und verfügen zudem über wesentlich mehr Erfahrung. Electronic Arts arbeitet mit IGA, auf der XBOX360 wird über Massiv geworben. Und ohne die Gunst von Microsoft und Sony geht auf deren Konsolen sowieso wenig. Von den großen Publishern sind nur noch zwei ohne Exklusivpartnerschaften - allerdings sind dies immerhin Nintendo und Activision-Blizzard. Google muss sich also beeilen. Denn der Markt sieht vielversprechend aus. Die Analysten der Yankee Group sagen immerhin ein Marktpotential von 971,3 Millionen Dollar im Jahr 2011 voraus. Die Branche boomt also, und Google wäre nicht Google, wenn sie nicht auch hier mitmischen würden. [via VentureBeat.com]

Neuer Ingame-Vermarkter: GAN Game Ad Net

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Daniel Siegmund (28) und Marlon Werkhausen (28) haben Mitte Oktober die Vermarktungsagentur GAN Game Ad Net gegründet. Wie der Name vermuten lässt, verstehen sich die beiden Hamburger Gründer als Spezialisten für den stark wachsenden Bereich der Ingame-Werbung. Laut eigenen Angaben erreicht das Portfolio von GAN in Deutschland mindestens 1,7 Millionen gaming-affine Unique-User monatlich.

Einer der ersten Aufträge wird für McDonald’s im Rahmen der kommenden Monopoly-Kampagne umgesetzt werden. Hierbei geht es um die Integration von McDonald’s als Trikotsponsor, Nutzung von In-Game-Werbeflächen, sowie die Platzierung im Umfeld des Spiels. [via openpr]

GAN
Copyright GAME AD NET

GAN Game Ad Net über sich selbst:

Die Agentur wurde am 1.10.07 als GbR von Daniel Siegmund (Dipl. Betriebswirt, BA International Business) und Marlon Werkhausen (Kaufmann für Bürokommunikation, Medienbetriebswirt (WAH)) in Hamburg gegründet. Sie positioniert sich als Special-Interest-Vermarkter für hochwertige Gaming-Umfelder und ist damit Partner für Mediaagenturen, -Planer, Marketingtreibende und Herausgeber von Inhalten rund um das Thema Computerspiele.

Double Fusion schaltet Ingame-Werbung in NCSoft MMOs

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Double Fusion und NCSoft haben einen Werbevertrag für die beiden MMO-Titel Dungeon Runners und Exteel abgeschlossen. Demnach wird Double Fusion sowohl Ingame und außerhalb der Spiele Werbung schalten. Budgetgrößen und genauere Spezifikationen sind bisher noch nicht bekannt. [via ingame.de]

Dungeon Runners
Dungeon Runners. Copyright 2008, NCSoft, Inc. All Rights Reserved.

Über NCsoft:

NCsoft North America is headquartered in Austin, Texas and is a wholly-owned subsidiary of Korea-based NCsoft Corporation. NCsoft, with its own development and publishing offices in Texas and California, also works with other NCsoft subsidiaries and third party developers throughout North America to develop and publish innovative online entertainment software products. The company has successfully launched multiple online titles and continues to support its franchises that include Lineage®/Lineage II, City of Heroes®/City of Villains®, and Guild Wars®/Guild Wars Factions®/Guild Wars Nightfall®, Guild Wars: Eye of the North™ and Dungeon Runners.

Über Double Fusion:

Double Fusion is the game advertising expert. The company brings together the leading in-game ad serving technology, the broadest network of games across a wide variety of genres, and a sales force that has helped create and evolve the in-game advertising industry. Double Fusion provides marketers and their advertising agencies with the broadest range of in-game, around-game and web-based solutions with which to engage and sell the valuable and hard-to-reach gamer demographics. Double Fusion is privately held and headquartered in San Francisco, with offices in Los Angeles, Chicago, New York, Jerusalem, London, and Tokyo.

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